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Pfarrgemeinderäte "ein Geschenk Gottes"

Beim Tag der Pfarremeinderäte im Hipp-Haus St. Pölten sprach Anna Hennersperger, Direktorin des Seelsorgeamtes der Diözese Gurk-Klagenfurt den knapp 200 teilnehmenden Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäten Mut zu.

Pfarrgemeinderäte „ein Geschenk Gottes“

Die Kirche sei zurzeit auf „Ortssuche“ in einer Gesellschaft, in der sie an Relevanz verloren habe, sagte Anna Hennersperger in ihren „Stärkungsimpulsen“. „Wir befinden uns in einem Übergang, wir erleben das Ende der konstantinischen Ära.“ Aufgrund von Individualisierung und Pluralisierung wollten und müssten die Menschen wählen. Dadurch sei die Kirchenmitgliedschaft zerbrechlicher geworden.

In dieser Situation seien die neu gewählten Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte „ein Geschenk Gottes“ für die Lebendigkeit seiner Kirche, wie Hennersperger betonte: vor Ort in den Pfarren, in den Dekanaten und darüber hinaus. Sie seien „berufen, beauftragt und gesendet“, die Seelsorge und die Pastoral in den Pfarrgemeinden mitzugestalten: „Sie schreiben positiv an der Kirchengeschichte mit.“ Jeder Christ, jede Christin habe eine „unübertragbare Verantwortung“ ihr Christsein zu leben. Jeder habe Gnadengaben, Charismen, erhalten, um damit zu handeln und anderen zu nützen. „Jeder empfängt, und jeder gibt“, so die Pastoraltheologin.

Pfarrgemeinderäte als „Marke“ der Kirche

Die Pfarrgemeinderäte seien über die Jahre zu einer „Marke“ in der Kirche geworden. Dies werde möglich durch die gelebte Berufung vieler. Marken müssten jedoch auch gepflegt und weiterentwickelt werden, führte Hennersperger aus. Deswegen sei die große Herausforderung, dass sich die „Kirche in jeder Generation neu gründen“ müsse. „Die Menschen brauchen die Berührung mit dem Geheimnis Gottes.“ Die Pfarren sollten nicht in zu engen Bahnen denken, der eigene Horizont dürfe nicht zur Grenze werden.

Jesus habe nicht zufällig Fischer berufen: Landarbeiter würden Straßen bauen und befestigen und in der Folge immer den gleichen Weg begehen. Fischer jedoch wählten immer andere und neue Wege – dorthin, wo die Fische sind. Fischer seien auch keine einzelnen Angler sondern richtige „Networker“. So wie die Jünger auf Jesu Wort „ins Tiefe“ fuhren, um Fische zu fangen, so sollten auch die Pfarrgemeinderäte „darauf vertrauen, dass Gott uns nicht in die Irre führt“, sagte Hennersperger.

(Quelle: www.dsp.at)